Lichen sclerosus

Lichen sclerosus ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die im gynäkologischen Bereich vorallem das äussere weibliche Genitale (äussere und innere Vulvalippen, Vaginaleingang und Klitoris) betrifft. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten; die genaue Ursache ist bisher noch nicht bekannt. 

Die Erkrankung verläuft langsam und in Schüben. Mögliche Symptome sind starker Juckreiz, Brennen oder Schmerzen im Intimbereich, empfindliche oder rissige Haut, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Beschwerden beim Wasserlassen.  Im weiteren Verlauf können Vernarbungen und Veränderungen der Vulva entstehen, was die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann. 

 

Der Goldstandard ist die regelmässige Anwendung einer hochpotenten Kortisonsalbe. Damit lassen sich Entzündungen und Beschwerden bei den meisten Patientinnen gut kontrollieren. Ergänzend ist eine konsequente Hautpflege und regelmässige gynäkologische Kontrollen notwendig. 

 

Die Lasertherapie kann als ergänzende Behandlungsoption in Betracht gezogen werden. Die bisherigen Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Symptomlinderung. Die Datenlage ist bisher noch begrenzt, weshalb die Lasertherapie nicht als Ersatz der Behandlung mit Kortison, sondern als ergänzende Therapie angesehen wird. 

 

Derzeit wird die Lasertherapie nicht von den Krankenkassen übernommen. Für ein optimales Ergebnis sind meist mehrere Behandlungen erforderlich.